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Zusammenfassung
Die Schwachstelle CVE-2026-36604 betrifft den Mercusys AC12G (EU) V1 Router mit Firmware-Version AC12G(EU)_V1_200909. Das Gerät validiert den HTTP Host-Header nicht korrekt, was DNS-Rebinding-Attacken ermöglicht. In Kombination mit einer bestehenden CORS-Wildcard-Konfiguration können externe Angreifer auf interne Router-Funktionen zugreifen.
Betroffene Systeme
Primär betroffen ist der Mercusys AC12G (EU) V1 Router mit der Firmware-Version AC12G(EU)_V1_200909. Die Schwachstelle kann potenziell auch andere Mercusys-Modelle mit ähnlicher Firmware-Architektur beeinflussen. Eine vollständige Analyse weiterer betroffener Gerätetypen steht aus.
Technische Details
Der Router setzt den HTTP-Header „Access-Control-Allow-Origin: *“ ohne Validierung des anfragenden Hosts. Dies ermöglicht CORS-Anfragen von beliebigen Quellen. Durch DNS-Rebinding kann ein Angreifer eine externe Domain zunächst auf eine öffentliche IP auflösen, dann auf die interne Router-IP (z.B. 192.168.1.1) rebinden. Der Browser führt nachfolgende Anfragen aus, da die CORS-Policy diese akzeptiert.
Ein Angreifer kann dadurch auf administrative Funktionen, Konfigurationsseiten oder sensitive Daten des Routers zugreifen – beispielsweise WLAN-Passwörter oder Netzwerkeinstellungen auslesen oder modifizieren.
Empfohlene Massnahmen
- Sofortmassnahmen: Validierung des Host-Headers implementieren; CORS-Policy auf spezifische Hosts beschränken
- Netzwerk-Ebene: DNS-Rebinding-Schutz auf dem DNS-Resolver aktivieren
- Firmware-Update: Auf aktuelle Firmware-Version wechseln, sobald verfügbar
- Firewall-Regeln: Administrativen Zugang zum Router beschränken
Bewertung
CVSS 6.5 (Medium): Die Schwachstelle erfordert aktive DNS-Manipulation und Benutzerinteraktion. Jedoch ermöglicht sie direkten Zugriff auf Router-Verwaltungsfunktionen. Das Risiko ist erheblich für Heimnetzwerke mit sensiblen Daten.
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