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Zusammenfassung
CVE-2026-45327 betrifft TinyIce, einen Streaming-Server fĂĽr Audio- und VideoĂĽbertragungen. Eine kritische AuthentifizierungslĂĽcke im WebRTC-Ingest-Endpoint ermöglicht es unauthentifizierten Angreifern, unautoisierte Streams in das System einzuspeisen. Die Schwachstelle betrifft die Versionen 0.8.95 bis 2.4.1 und wird mit einem CVSS-Score von 8.2 als „High“ klassifiziert.
Betroffene Systeme
Folgende Versionen sind vulnerabel:
- TinyIce 0.8.95 bis 2.4.1
- Alle Betriebssysteme, auf denen diese Versionen installiert sind
Der Angriffsvektor ist netzwerkbasiert und erfordert keine lokalen Privilegien oder Benutzerinteraktion.
Technische Details
Die WebRTC-Ingest-API validiert die Authentizität ankommender Stream-Anfragen nicht ausreichend. Angreifer können dadurch:
- Unautoisierte Streams in bestimmte Mounts einschleusen
- Legitime Inhalte manipulieren oder ersetzen
- Dienstverfügbarkeit beeinträchtigen
Version 2.5.0 behebt die Schwachstelle durch:
- Erzwingung von HTTP Basic Authentication oder `?password=`-Abfrageparametern
- Passwortverifikation mittels bcrypt gegen Per-Mount-Quellpasswörter
- Integration in existierendes Brute-Force-Rate-Limiting (5 Fehlversuche/15 Minuten pro IP)
- Blockierung von Anfragen fĂĽr deaktivierte Mounts (`disabled_mounts`)
- Verstärkung des `POST /admin/golive/chunk`-Endpoints durch Session-Validierung und CSRF-Token-Prüfung
Empfohlene Massnahmen
Sofortmassnahmen:
- Upgrade auf TinyIce 2.5.0 oder neuer durchfĂĽhren
- Netzwerkzugriff auf WebRTC-Ingest-Endpoints einschränken
- Firewall-Regeln implementieren zur Limitierung nicht-authentifizierter Anfragen
- Stream-Quellen auf verdächtige oder unerlaubte Aktivitäten überwachen
Bewertung
CVSS v3.1: 8.2 (High)
Die Schwachstelle stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar, da der kritische WebRTC-Ingest-Endpoint vollständig unauthentifiziert zugänglich ist. Ein sofortiges Patch-Management wird empfohlen.
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