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Zusammenfassung
CVE-2026-50265 beschreibt eine kritische Schwachstelle in libinput, die es lokalen Angreifern ermöglicht, beliebige udev-Eigenschaften zu injizieren. Durch die Ausnutzung dieser Vulnerability können Angreifer mit Zugriff auf /dev/uinput Code mit Root-Privilegien ausführen. Der Schweregrad ist als High eingestuft mit einem CVSS-Score von 7.0.
Betroffene Systeme
Die Vulnerability betrifft verschiedene Systeme, die libinput als Eingabeverarbeitungsbibliothek einsetzen. Dies umfasst insbesondere Linux-Distributionen mit modernen Desktop-Umgebungen wie GNOME, KDE und weitere Systeme, die libinput für Maus-, Touchpad- und Touchscreen-Handling verwenden. Eine spezifische Versionsbegrenzung ist gegenwärtig nicht dokumentiert.
Technische Details
Die Schwachstelle existiert im libinput-device-group Helper, einem Hilfsprogramm zur Verwaltung von Eingabegeräten. Ein lokaler Angreifer kann über das /dev/uinput-Interface beliebige udev-Eigenschaften injizieren. Besonders kritisch ist die Möglichkeit, REMOVE_CMD-Eigenschaften zu manipulieren, welche bei der Entfernung eines Gerätes ausgeführt werden.
Der Angriffspfad funktioniert wie folgt: Der Angreifer erstellt ein virtuelles Eingabegerät über /dev/uinput und injiziert bösartige udev-Eigenschaften. Wenn dieses Gerät entfernt wird, werden die hinterlegten REMOVE_CMD-Befehle mit erhöhten Privilegien ausgeführt, was zur Code-Ausführung als Root führt.
Empfohlene Massnahmen
- Zugriff auf /dev/uinput auf vertrauenswürdige Benutzer beschränken
- Regelmäßige Überwachung des Eingabegerät-Management implementieren
- Auf offizielle Sicherheitsupdates von libinput warten
- Systeme mit strengen Zugriffskontrollen (SELinux/AppArmor) absichern
- Privilege-Escalation-SchutzmaĂźnahmen aktivieren
Bewertung
CVSS 7.0 (High): Die Vulnerability stellt eine bedeutende Bedrohung dar. Ein erfolgreicher Angriff führt zu vollständiger Systemkompromittierung. Da noch kein Patch verfügbar ist, sollten Systeme mit hoher Priorität geschützt werden. Die Anforderung lokaler Zugriff reduziert das unmittelbare Risiko, doch in Multi-User-Umgebungen bleibt die Gefahr erheblich.
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