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Zusammenfassung
In der GL.iNet GL-MT3000 Firmware Version 4.4.5 wurde eine Command-Injection-Schwachstelle identifiziert. Die Vulnerabilität befindet sich in der Funktion rpc_sys des LuCI JSON-RPC Interface unter dem Pfad /cgi-bin/luci/rpc. Diese ermöglicht es einem remote Angreifer, willkürliche Systemkommandos auszuführen. Der CVSS-Score von 6.3 klassifiziert die Schwachstelle als Medium-Risiko.
Betroffene Systeme
Betroffen ist primär die GL.iNet GL-MT3000 Firmware Version 4.4.5 und möglicherweise ältere Versionen. Systeme mit LuCI-Installation sind vulnerabel. Ab Firmware 4.7.13 wird LuCI standardmäßig nicht mehr installiert und die Schwachstelle ist damit nicht ausnutzbar.
Technische Details
Die Schwachstelle liegt in der fehlerhaften Input-Validierung der rpc_sys-Funktion. Diese akzeptiert Benutzereingaben ohne ausreichende Sanitization und leitet diese direkt an Systemkommandos weiter. Dies ermöglicht Command Injection über das JSON-RPC Interface.
Angriffsvektor: Netzwerk (Network)
Authentifizierung: Nicht erforderlich
Komplexität: Niedrig
Ein Angreifer kann ĂĽber HTTP/HTTPS POST-Requests manipulierte JSON-Payloads an das RPC-Interface senden und so beliebige Befehle mit den Privilegien des Web-Servers ausfĂĽhren.
Empfohlene Massnahmen
- Firmware-Update: Upgrade auf Version 4.8.1 oder neuer durchfĂĽhren
- Interim-Lösung: LuCI deinstallieren, falls nicht erforderlich
- Netzwerksegmentierung: Zugriff auf die Web-Interface auf vertrauenswürdige Netzwerke beschränken
- Firewall-Regeln: Port 80/443 nach außen blockieren, falls möglich
- Monitoring: Verdächtige Anfragen an
/cgi-bin/luci/rpcĂĽberwachen
Bewertung
Die Schwachstelle wird als Medium-Risiko eingestuft (CVSS 6.3), da keine Authentifizierung erforderlich ist und eine vollständige Systemkompromittierung möglich ist. Schnelles Patching wird empfohlen, besonders für Geräte mit Internet-Zugang. Die Hersteller-Bestätigung der Behebung ab Version 4.7.13 reduziert das Risiko für Nutzer mit aktuellen Firmware-Versionen erheblich.
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