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Zusammenfassung
Die Schwachstelle CVE-2026-46746 betrifft SINEC INS in allen Versionen vor V1.0 SP2 Update 6. Eine unzureichende Eingabevalidierung im Endpunkt /api/sftp/uploadFiles ermöglicht die Injection von Shell-Befehlen über manipulierte Verzeichnisnamen. Die gespeicherten Payloads werden bei Verzeichnisauflistungen ausgeführt und ermöglichen unauthentifizierten Fernzugriffen die Ausführung beliebiger Befehle mit Privilegien des Servicekontos sinecins. Der Schweregrad wird mit CVSS 8.8 (High) bewertet.
Betroffene Systeme
Folgende Systeme sind anfällig:
- SINEC INS Versionen < V1.0 SP2 Update 6
- Alle Deployment-Szenarien mit aktiviertem SFTP-Modul
Systeme mit einer aktuelleren Version oder Patch sind nicht betroffen.
Technische Details
Die Vulnerabilität liegt in der fehlerhaften Sanitization von Benutzereingaben im /api/sftp/uploadFiles-Endpunkt. Angreifer können Shell-Metazeichen (z.B. $(), ``, |, ;, &) in Verzeichnisnamen einbinden. Diese Payloads werden persistent gespeichert und während nachfolgender Verzeichnisauflistungen durch die Shell interpretiert und ausgeführt.
Angriffsszenario: Ein authentifizierter Angreifer lädt eine Datei mit einem manipulierten Verzeichnisnamen wie $(malicious_command) hoch. Beim späteren Abruf der Verzeichnisliste wird der eingebettete Befehl mit den Privilegien des sinecins-Servicekontos ausgeführt.
Empfohlene Massnahmen
- Dringend: Aktualisierung auf SINEC INS V1.0 SP2 Update 6 oder höher durchführen
- Zugriff auf den
/api/sftp/uploadFiles-Endpunkt auf vertrauenswürdige IP-Adressen beschränken - Eingabevalidierung und Dateiverzeichnisse in den Logs überwachen
- Servicekonten mit minimalen erforderlichen Privilegien konfigurieren
- Web Application Firewall (WAF) zur Filterung verdächtiger Verzeichnisnamen implementieren
Bewertung
CVSS Score: 8.8 (High) | Angriffsvektor: Network | Authentifizierung: Erforderlich
Status: Kein Patch verfügbar. Sofortige Mitigation erforderlich.
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