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Zusammenfassung
CVE-2026-11774 beschreibt einen Integer-Overflow in der SASL-I/O-Schicht des 389 Directory Servers (389-ds-base). Die Schwachstelle ermöglicht es authentifizierten Angreifern, die Speichergrenzen zu umgehen und einen Heap-Buffer-Overflow auszulösen. Mit einem CVSS-Score von 7.6 wird diese SicherheitslĂĽcke als „High“ eingestuft und ermöglicht potenzielle Remote Code Execution (RCE) oder Denial of Service (DoS).
Betroffene Systeme
Die Vulnerabilität betrifft 389 Directory Server Installationen, insbesondere in Umgebungen mit:
- FreeIPA-Deployments
- Red Hat Identity Management (IdM)
- LDAP-Verzeichnisservern mit SASL-Authentifizierung
Angriffsvektor: Netzwerk (Network)
Technische Details
Die Schwachstelle liegt in der Funktion sasl_io_start_packet(). Durch Manipulation des SASL-Paketlängen-Präfix auf 0xFFFFFFFC verursacht das Hinzufügen von sizeof(uint32_t) einen Unsigned-Integer-Wraparound auf Null. Dies umgeht die Sicherheitslimitierung nsslapd-maxsasliosize.
Die Ausnutzung setzt eine erfolgreiche SASL-Authentifizierung mit Integritätsschutz (SSF > 0) voraus. Nach dem Bind können bis zu 2 Megabytes attacker-kontrollierter Daten in den Heap geschrieben werden, was zu Speichercorruption führt.
Wichtig: Diese Vulnerabilität ist unabhängig von CVE-2025-14905, die nur schema.c patcht. Die sasl_io.c-Datei bleibt unverändert.
Empfohlene Massnahmen
- Warten Sie auf verfĂĽgbare Patches und installieren Sie diese zeitnah
- Beschränken Sie Netzwerkzugriff auf 389 Directory Server auf vertrauenswürdige Systeme
- Ăśberwachen Sie LDAP-Authentifizierungslogs auf Anomalien
- In FreeIPA/IdM-Umgebungen: Überprüfen Sie Berechtigungen von Domänenbenutzern mit gültigen Kerberos-Tickets
- Implementieren Sie Network Segmentation fĂĽr Verzeichnisserver
Bewertung
CVSS Score: 7.6 (High)
Kritikalität: Hoch – Authentifizierte Angreifer können RCE erreichen
Patch-Status: Noch nicht verfĂĽgbar
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