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Zusammenfassung
Eine kritische Sandbox-Escape-Anfälligkeit wurde in vm2 vor Version 3.11.4 identifiziert. Die Sicherheitslücke CVE-2026-47210 ermöglicht es Angreifern, beliebigen Code im Host-Prozess auszuführen, wenn nicht vertrauenswürdiger Code mit Async-Unterstützung auf Runtimes mit WebAssembly JSPI (JavaScript Promise Integration) ausgeführt wird. Der CVSS-Wert von 9.8 zeigt ein kritisches Risiko an.
Betroffene Systeme
Die Anfälligkeit betrifft folgende Komponenten:
- vm2 Versionen vor 3.11.4
- Node.js Runtimes mit aktiviertem WebAssembly JSPI
- Systeme, die vm2 fĂĽr Code-Sandboxing verwenden
- Anwendungen, die WebAssembly.promising oder WebAssembly.Suspending nutzen
Technische Details
Die Schwachstelle liegt in der unzureichenden Isolation von Promise-Objekten bei Verwendung von JSPI-Promises. Der Exploit nutzt folgende Mechanik:
- JSPI-Promises können Promise.prototype.finally() auf Weise erreichen, die die Promise-Species-Härtung umgeht
- Ein Host-ursprĂĽngliches Rejection-Objekt wird dem attacker-kontrollierten Species-Logic exponiert
- Diese Exposition bricht die Sandbox-Grenze und ermöglicht Code-Ausführung im Host-Prozess
Der Angriff funktioniert speziell in Konfigurationen mit aktivierter Async-UnterstĂĽtzung und WebAssembly JSPI-Support.
Empfohlene Massnahmen
- Priorität: Sofortiges Update auf vm2 Version 3.11.4 oder aktueller durchführen
- WebAssembly JSPI deaktivieren, falls nicht zwingend erforderlich
- Async-Unterstützung in vm2-Konfigurationen überprüfen und einschränken
- Nicht vertrauenswĂĽrdigen Code nur nach dem Update in der Sandbox ausfĂĽhren
- Systemüberwachung auf verdächtige Promise-Manipulationen implementieren
- Abhängigkeiten regelmäßig auf Updates prüfen
Bewertung
Mit einem CVSS-Score von 9.8 gilt diese Anfälligkeit als kritisch. Das Angriffsvektor-Netzwerk mit niedriger Komplexität macht sie praktisch ausnutzbar. Für alle Systeme mit vm2 ist ein unmittelbares Update obligatorisch.
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