CVE-2026-45674 High CVSS 8.7/10

🟠 CVE-2026-45674: High Schwachstelle

CVE-2026-45674
8.7/10
High
Nein
Various
Network

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Zusammenfassung

Eine kritische Schwachstelle in der Netty-Bibliothek (CVE-2026-45674) ermöglicht DNS-Cache-Poisoning-Attacken durch unzureichende Validierung von CNAME-Records. Die Komponente DnsResolveContext führt keine Origin-Validierung (Bailiwick-Check) durch, was Angreifern die Einschleusung manipulierter DNS-Antworten ermöglicht. Der CVSS-Score von 8.7 klassifiziert diese Lücke als hochkritisch.

Betroffene Systeme

Vulnerable Versionen:

  • Netty vor Version 4.1.135.Final
  • Netty vor Version 4.2.15.Final

Betroffen sind alle Anwendungen und Services, die Netty für DNS-Auflösung einsetzen, einschließlich Microservices, Cloud-Plattformen und Enterprise-Anwendungen mit hohen Netzwerkanforderungen.

Technische Details

Die Schwachstelle liegt in der fehlerhaften Implementierung der DNS-Response-Validierung. Bei der Verarbeitung von CNAME-Records überprüft DnsResolveContext nicht, ob der angeforderte und der zurückgegebene Domain-Name derselben Zone (Bailiwick) angehören. Dies verstößt gegen RFC 1034 und ermöglicht DNS-Rebinding-Angriffe sowie Cache-Poisoning.

Ein Angreifer kann während eines Man-in-the-Middle-Angriffs (MITM) oder durch BGP-Hijacking böswillige CNAME-Records einspeisen. Die fehlende Validierung ermöglicht die Auflösung zu beliebigen IP-Adressen, was zur Kompromittierung interner Systeme führt.

Angriffsvektor: Network (keine Authentifizierung erforderlich)

Empfohlene Massnahmen

  • Sofortige Aktualisierung: Upgrade auf Netty 4.1.135.Final oder 4.2.15.Final durchführen
  • Dependency-Scanning: Alle Projekte auf betroffene Netty-Versionen prüfen (Maven, Gradle, npm)
  • Netzwerk-Segmentierung: DNS-Traffic mit DNSSEC validieren und schützen
  • Monitoring: Ungewöhnliche DNS-Abfragen und CNAME-Responses überwachen
  • Patch-Management: Automatisierte Update-Prozesse implementieren

Bewertung

Risiko: Hochkritisch (CVSS 8.7) | Verfügbarkeit: Patch vorhanden | Handlungsdringlichkeit: Sehr hoch

Unternehmen sollten Patches innerhalb von 7 Tagen einspielen. Die Lücke ermöglicht Angreifern, kritische Infrastruktur zu kompromittieren.

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