Was ist passiert?
Eine russischsprachige Initial-Access-Broker-Gruppe führt derzeit eine massive Credential-Harvesting-Kampagne namens „FortiBleed“ durch. Seit Februar 2026 werden über 430.000 FortiGate-Firewalls weltweit angegriffen. Die Angreifer sammeln Zugangsdaten, suchen nach exponierten Diensten, führen Brute-Force-Attacken durch und installieren spezialisierte Malware auf kompromittierten Systemen.
Hintergrund & Bedeutung
FortiGate-Firewalls sind kritische Netzwerk-Sicherheitskomponenten in Tausenden von Unternehmen weltweit. Eine Kompromittierung dieser Geräte gibt Angreifern Zugriff auf sensible Netzwerkinfrastruktur und ermöglicht laterale Bewegungen. Die finanzielle Motivation der Angreifer deutet auf ein Geschäftsmodell hin, bei dem gestohlene Anmeldedaten an weitere Cyberkriminelle oder für Ransomware-Operationen verkauft werden. Die Kampagne zeigt, dass Firewalls zur bevorzugten Zielscheibe für Initial-Access-Broker geworden sind.
Empfehlungen für IT-Teams
- Sofort handeln: Überprüfen Sie alle FortiGate-Firewalls auf ungewöhnliche Admin-Logins und Zugriffsmuster
- Passwörter ändern: Alle Standard- und Admin-Passwörter unverzüglich zurücksetzen
- MFA aktivieren: Multi-Faktor-Authentifizierung auf allen administrativen Schnittstellen implementieren
- Netzwerk-Monitoring: Erhöhte Überwachung verdächtiger Outbound-Verbindungen durchführen
- Firmware prüfen: Auf aktuelle Sicherheits-Patches aktualisieren und Systemlogs analysieren
Fazit
Die FortiBleed-Kampagne stellt eine erhebliche Bedrohung für die globale Netzwerk-Infrastruktur dar. Schnelle Maßnahmen zur Sicherung von FortiGate-Geräten sind essentiell, um einen Massenzugriff durch Cyberkriminelle zu verhindern.
Quelle: Original Artikel