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Zusammenfassung
CVE-2026-10643 ist eine Buffer-Overflow-Schwachstelle in der IP-Socket-Implementierung des Zephyr Real-Time Operating Systems. Die Vulnerability betrifft die recvmsg()-Funktion und ermöglicht es, Kernel-Heap-Speicher zu überschreiben oder den Aufrufer-Buffer zu beschädigen. Der Schweregrad wird mit 8.7 (High) bewertet.
Betroffene Systeme
Zephyr RTOS Versionen 3.6.0 bis 4.4.0 sind betroffen. Die Schwachstelle existiert in der Datei subsys/net/lib/sockets/sockets_inet.c in der Funktion insert_pktinfo(). Systeme mit aktiviertem CONFIG_USERSPACE oder im Supervisor-Modus sind gefährdet.
Technische Details
Die Sicherheitslücke liegt in der unzureichenden Validierung des nutzergesteuerten Ancillary-Daten-Buffers (msg_control). Die ursprüngliche Prüfung msg_controllen < pktinfo_len berücksichtigte nur die Nutzlastlänge, nicht jedoch die Größe des cmsg-Headers. Dies führt zu einem kritischen Fehler:
- Bei IPv4 IP_PKTINFO auf 64-Bit-Systemen: Buffer mit 16-27 Bytes passiert die Validierung, benötigt aber 28 Bytes
- Die fehlende Header-Größe (ca. 12 Bytes) führt zu Out-of-Bounds-Schreiben
- Unter CONFIG_USERSPACE wird der Kernel-Heap-Speicher korrumpiert
- Im Supervisor-Modus wird der Aufrufer-Buffer beschädigt
Die Vulnerability wird durch UDP/IP-Sockets mit aktiviertem IP_PKTINFO/IPV6_RECVPKTINFO oder Timestamping-Funktionen ausgelöst, wenn eine Anwendung recvmsg() mit unterdimensioniertem Control-Buffer aufruft und ein Datagram empfangen wird.
Empfohlene Massnahmen
- Sofortiges Update auf Zephyr Version 4.5.0 oder neuer durchfĂĽhren
- Patch implementieren, der NET_CMSG_SPACE() für korrekte Größenberechnung nutzt
- Rückgabewert -ENOMEM bei unzureichender Buffer-Größe überprüfen
- Eigene Implementierungen auf ähnliche Buffer-Validierungsfehler prüfen
Bewertung
CVSS Score: 8.7 (High)
Angriffsvektor: Lokal
Patch-Status: VerfĂĽgbar (in Zephyr 4.5.0+)
Eine schnelle Patch-Installation wird dringend empfohlen, insbesondere für IoT- und Embedded-Systeme mit Netzwerkfunktionalität.
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