Was ist passiert?
Sicherheitsforscher des Ledger Donjon Teams haben eine kritische Schwachstelle in Tangem-Krypto-Wallet-Karten demonstriert. Durch einen präzise getimten Laserpuls auf den integrierten Chip können Angreifer das Passwort der Karte zurücksetzen und durch ein beliebiges Passwort ersetzen. Nach dem erfolgreichen Angriff hat der Angreifer vollständige Kontrolle über die Wallet und kann Kryptowährungen abziehen – ohne das alte Passwort zu kennen oder eine Backup-Karte zu benötigen.
Hintergrund & Bedeutung
Diese Sicherheitslücke ist eine Hardware-Level-Schwachstelle, die nicht durch Software-Updates behoben werden kann. Der Angriff erfordert zwar spezielle Ausrüstung und technisches Know-how, zeigt aber die Anfälligkeit von Hardware-Wallets gegenüber physischen Attacken. Für die Mehrheit der Nutzer bleibt das Risiko gering, da der Angreifer physischen Zugriff auf die Karte benötigt. Dennoch verdeutlicht dies die Bedeutung mehrschichtiger Sicherheitsmaßnahmen bei der Verwahrung von Kryptowährungen und die Grenzen hardwaregestützter Lösungen.
Empfehlungen für IT-Teams
IT-Sicherheitsteams sollten ihre Organisationen über diese Schwachstelle informieren und Best Practices für die sichere Aufbewahrung von Hardware-Wallets etablieren. Dazu gehört: physischer Schutz vor unbefugtem Zugriff, sichere Lagerung in Safes oder Tresoranlagen, und die Kombination mehrerer Authentifizierungsmethoden. Zudem sollten Unternehmen ihre Crypto-Security-Strategie überprüfen und gegebenenfalls zu Multi-Signature-Lösungen übergehen.
Fazit
Die Laser-Attacke auf Tangem-Wallets unterstreicht die Notwendigkeit umfassender physischer und digitaler Sicherheitsmaßnahmen. Hardware-Wallets bleiben grundsätzlich sicher, erfordern aber zusätzliche Schutzmaßnahmen gegen spezialisierte physische Angriffe.
Quelle: Original Artikel