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Zusammenfassung
Directus, ein real-time API und App Dashboard zur Verwaltung von SQL-Datenbankeinhalten, weist eine Server-Side-Request-Forgery (SSRF) Schwachstelle auf. Diese betrifft Versionen vor 12.0.0 und ermöglicht es authentifizierten Benutzern mit Datei-Upload-Rechten, die SSRF-Schutzmaßnahmen zu umgehen und auf interne Dienste zuzugreifen.
Betroffene Systeme
- Directus vor Version 12.0.0
- Besonders betroffen: Linux und macOS Systeme
- Betrifft Installationen mit aktivierter URL-basierter Datei-Import-Funktionalität
Technische Details
Die Schwachstelle liegt in der Datei api/src/request/is-denied-ip.ts, die die SSRF-Schutzmaßnahmen implementiert. Die Funktion blockiert zwar die IP-Adresse 0.0.0.0 als Schlüsselwort für lokale Schnittstellen, validiert aber nicht die literal eingegebene Adresse selbst.
Ein Angreifer kann die Adresse 0.0.0.0 direkt beim /files/import Endpunkt verwenden. Auf Linux- und macOS-Systemen führt eine Verbindung zu 0.0.0.0 zu localhost, wodurch interne Dienste erreichbar werden. Die Serverantwort kann als Download abgerufen werden, was Datenabfluss ermöglicht.
Angriffsvoraussetzungen:
- Authentifizierter Benutzer erforderlich
- Datei-Upload-Berechtigung notwendig
- Zugriff auf /files/import Endpunkt
Empfohlene Massnahmen
- Priorität: Sofortiges Update auf Version 12.0.0 oder höher durchführen
- IP-Whitelisting für interne Dienste implementieren
- Zugriffe auf /files/import Endpunkt einschränken und monitoren
- Netzwerk-Segmentierung zur Isolation kritischer Services
- Audit-Logs auf verdächtige Datei-Import-Aktivitäten überprüfen
Bewertung
CVSS Score: 7.7 (High)
Die Schwachstelle erfordert Authentifizierung, was das Risiko reduziert. Jedoch können autorisierte Benutzer interne Ressourcen kompromittieren und sensitive Daten abgreifen. Das Risiko variiert je nach Netzwerk-Architektur und exponierten internen Diensten.
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