„`html
Zusammenfassung
CVE-2026-53399 ist eine kritische Sicherheitslücke im Linux-Kernel (CVSS 9.8) in der NFS-Subsystem-Komponente. Die Schwachstelle ermöglicht es, dass bei fehlgeschlagenen Layout-Setlease-Operationen ein dangling Pointer in der IDR-Datenstruktur verbleibt, was zu Speicherzugriffsverletzungen führt.
Betroffene Systeme
Die Vulnerability betrifft verschiedene Linux-Kernel-Versionen mit aktiviertem NFSv4-Layout-Support. Besonders betroffen sind:
- Linux-Kernel mit CONFIG_NFSD_PNFS aktiviert
- Systeme mit NFSv4.1 und höher
- Server mit Parallel NFS (pNFS) Layout-Handling
Technische Details
Die LĂĽcke tritt in der Funktion nfsd4_alloc_layout_stateid() auf. Der Ablauf ist:
nfs4_alloc_stid()publiziert die neue State-ID in die IDR-Liste unter Locks- Wenn
nfsd4_layout_setlease()fehlschlägt, wird die State direkt mitkmem_cache_free()freigegeben - Der IDR-Slot verbleibt aber noch referenziert und zeigt auf freien Speicher
- Nachfolgende IDR-Traversierungen durch
states_showoder Client-Teardown dereferenzieren den dangling Pointer
Ein sekundäres Problem: nfsd4_free_layout_stateid() greift auf ls->ls_fence_work zu, das zum Zeitpunkt des Setlease-Fehlers noch nicht initialisiert ist.
Empfohlene Massnahmen
- Aktualisierung auf eine gepatchte Kernel-Version durchfĂĽhren
- Der Fix verlagert die Initialisierung von
INIT_DELAYED_WORK()vor den Setlease-Aufruf - Der manuelle Cleanup wird durch
nfs4_put_stid()ersetzt, das die IDR-Einträge korrekt unter Locks entfernt - NFSv4 pNFS-Funktionalität temporär deaktivieren, falls Patch nicht verfügbar
Bewertung
Kritikalität: Hoch – CVSS 9.8 mit Netzwerkvektor. Der Fehler ermöglicht potenzielle Kernel-Panics, Use-After-Free-Exploits und DoS-Angriffe. Die Komplexität des Netzwerk-Zugriffs reduziert das praktische Exploitationsrisiko geringfügig, aber der Schweregrad bleibt kritisch für betroffene Systeme.
„`