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Zusammenfassung
CVE-2026-53380 ist eine Sicherheitslücke im Linux-Kernel mit hohem Schweregrad (CVSS 7.8), die eine Race Condition in der Medienverarbeitung des RZV2H-IVC-Treibers betrifft. Die Schwachstelle ermöglicht concurrent buffer list access durch fehlende Synchronisierungsmechanismen.
Betroffene Systeme
Die Vulnerabilität betrifft verschiedene Linux-Systeme mit aktiviertem RZV2H-IVC-Medientreiber. Besonders gefährdet sind Embedded-Systeme und IoT-Geräte mit entsprechender Hardware, die auf Renesas RZV2H-Prozessoren basieren.
Technische Details
Die Schwachstelle liegt in der Funktion rzv2h_ivc_transfer_buffer(), die in einem separaten Workqueue-Kontext ausgeführt wird. Das Problem besteht darin, dass auf die Bufferliste rzv2h_ivc::buffers.queue zugegriffen wird, ohne den Spinlock rzv2h_ivc::buffers.lock zu halten.
Konkret wird der list_del()-Aufruf außerhalb des kritischen Bereichs ausgeführt, was zu einer Use-After-Free oder Double-Free Bedingung führt. Ein lokaler Angreifer könnte durch zeitgesteuertes Triggern von Pufferoperationen die Liste konkurrierend modifizieren und somit zu einem Kernel-Panic oder beliebiger Code-Ausführung führen.
Der Fix besteht darin, die list_del()-Operation sowie die Zuweisung von ivc->buffers.curr in den durch den Spinlock geschützten kritischen Bereich zu verschieben, um Race Conditions auszuschließen.
Empfohlene Massnahmen
- Aktualisierung des Linux-Kernels auf eine gepatchte Version einspielen
- Zugriffskontrolle auf lokale Benutzerkonten überprüfen und restriktiv konfigurieren
- Monitoring von Kernel-Logs auf ungewöhnliche Fehler implementieren
- Falls Patch nicht sofort verfügbar: RZV2H-IVC-Treiber deaktivieren, falls nicht essentiell
Bewertung
CVSS 7.8 (High) reflektiert das erhebliche Risiko. Der lokale Angriffsvektor erfordert Systemzugriff, die Auswirkungen sind jedoch schwerwiegend. Unverzügliches Patching wird empfohlen.
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