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Zusammenfassung
CVE-2026-53389 ist eine Use-After-Free-Schwachstelle im Linux-Kernel, die im TCP-AO (TCP Authentication Option) Modul besteht. Die Vulnerability ermöglicht es, dass nach dem asynchronen Löschen eines Authentifizierungsschlüssels dangling Pointer auf freigegebene Speicherbereiche verweisen, was zu Speicherzugriffen auf bereits freigegebenen Speicher führt.
Betroffene Systeme
Betroffen sind verschiedene Linux-Kernel-Versionen mit TCP-AO-Implementierung. Die Schwachstelle tritt insbesondere bei Sockets auf, die vom CLOSE-Zustand in den LISTEN-Zustand übergehen, während Authentifizierungsschlüssel mit set_current=1 oder set_rnext=1 konfiguriert sind.
Technische Details
Die Vulnerability liegt in der Funktion tcp_ao_delete_key() im asynchronen Löschpfad (del_async). Der asynchrone Pfad überspringt Validierungsprüfungen für current_key und rnext_key, die im synchronen Pfad vorhanden sind. Es wird fälschlicherweise angenommen, dass diese Pointer bei LISTEN-Sockets immer NULL sind.
Wenn jedoch ein Schlüssel mit set_current=1 oder set_rnext=1 hinzugefügt wurde, während das Socket im CLOSE-Zustand war, bleiben diese Pointer nach der listen()-Transition nicht-NULL. Der del_async-Pfad führt dann hlist_del_rcu() und call_rcu() aus, um den Schlüssel freizugeben, ohne die dangling Pointer zu löschen.
Nach Ablauf der RCU-Gnadenfrist (RCU grace period) können getsockopt(TCP_AO_INFO)-Aufrufe versuchen, auf current_key->sndid und rnext_key->rcvid zuzugreifen, was zu Use-After-Free-Dereferenzierungen von bereits freigegebenem Slab-Speicher führt.
Empfohlene Massnahmen
- Aktualisierung des Linux-Kernels auf eine gepatchte Version
- Überwachung von TCP-AO-Konfigurationsänderungen auf produktiven Systemen
- Deaktivierung von TCP-AO, falls nicht aktiv genutzt
- Memory-Sanitizer-Tools zur Detektion von Use-After-Free-Fehlern einsetzen
Bewertung
CVSS-Score: 7.8 (High)
Angriffsvektor: Lokal
Die Schwachstelle erfordert lokalen Zugriff, positioniert sich aber als kritisch für Systeme, die TCP-AO verwenden, da Speicherkorrumpierungen zu Kernel-Panics oder weiteren Exploitationen führen können.
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