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CVE-2026-63802: Use-After-Free in Linux Kernel blk-cgroup
Zusammenfassung
CVE-2026-63802 beschreibt eine Use-After-Free (UAF) Schwachstelle im Linux Kernel, speziell in der blk-cgroup Komponente. Die Vulnerabilität tritt in der Funktion __blkcg_rstat_flush() auf und kann bei gleichzeitiger Freigabe mehrerer blkgs (block groups) innerhalb derselben blkcg ausgelöst werden. Mit einem CVSS-Score von 7.8 wird die Schwachstelle als High-Severity eingestuft.
Betroffene Systeme
Die Schwachstelle betrifft Linux-Kernel-Systeme verschiedenster Distributionen, die die betroffene blk-cgroup Implementierung nutzen. Dies umfasst Server-, Desktop- und Embedded-Systeme mit entsprechenden Kernel-Versionen.
Technische Details
Das Sicherheitsproblem entsteht durch eine Race Condition bei gleichzeitiger Freigabe mehrerer blkgs in derselben blkcg. Der kritische Ablauf:
- Wenn
__blkcg_rstat_flush()Iostat-Einträge eines blkgs mittelsllist_del_all()entfernt - kann ein zweites blkg eine leere Liste vorfinden und sich selbst freigeben
- während das erste blkg noch über die Einträge iteriert
Die Root Cause liegt in der Platzierung der Flush-Operation im RCU-Callback __blkg_release(). Dies führt zu fehlender Synchronisation zwischen concurrent flushes.
Empfohlene Massnahmen
Sofortmassnahmen:
- Kernel-Updates auf gepatchte Versionen einspielen
- Systeme mit intensiver Block-I/O Last priorisieren
- Monitoring für Kernel-Panics und Memory-Fehler aktivieren
Technische Lösung: Der Patch verlegt die Flush-Operation von __blkg_release() (RCU-Callback) zu blkg_release() (vor call_rcu). Dies stellt sicher, dass die RCU Grace Period auf den Abschluss concurrent flushes wartet, bevor Memory freigegeben wird.
Bewertung
Mit CVSS 7.8 und lokalem Angriffsvektor stellt diese Schwachstelle ein erhebliches Risiko dar. Sie ermöglicht Denial-of-Service durch Kernel-Panics oder potenzielle Privilege Escalation durch Memory-Corruption. Patches sind derzeit noch nicht vollständig verfügbar, Kernel-Maintainer arbeiten an der finalen Lösung.
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