CVE-2026-63809 High CVSS 7.8/10

🟠 CVE-2026-63809: High Schwachstelle

CVE-2026-63809
7.8/10
High
Nein
Various
Local

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Zusammenfassung

Die Sicherheitslücke CVE-2026-63809 betrifft den Linux-Kernel und liegt in der Memory-Freigabe innerhalb der BPF-Sysctl-Filterung. Die Schwachstelle ermöglicht durch unsachgemäße Speicherverwaltung einen Speichercorruption-Fehler mit hohem Schweregrad (CVSS 7.8). Der Bug manifestiert sich, wenn große Allocationen vom Kernel durchgeführt werden.

Betroffene Systeme

Folgende Kernel-Versionen sind betroffen:

  • Linux Kernel v6.13-rc1 und später
  • Linux Kernel v7.1-rc5 und früher
  • Alle Systeme mit aktivierter BPF-Cgroup-Sysctl-Filterung

Angriffsvektor: Lokal. Der Angreifer benötigt lokalen Zugriff auf das System und Schreibrechte auf /proc/sys/kernel/domainname.

Technische Details

Die Vulnerabilität liegt in der Funktion proc_sys_call_handler(). Diese allokiert einen temporären Sysctl-Buffer mittels kvzalloc() und übergibt ihn an __cgroup_bpf_run_filter_sysctl(). Bei großen Allocationen kann kvzalloc() auf vmalloc() zurückfallen, was speicherseitig unterschiedliche Verwaltungsmechanismen nutzt.

Das kritische Problem: Der Kernel gibt diesen Buffer anschließend mit kfree() frei – eine Operation, die nur für kmalloc()-Allocationen geeignet ist, nicht jedoch für vmalloc()-Speicher. Diese Inkongruenz führt zu Memory Corruption und potenziellen Kernel-Panics.

Der Bug wurde durch KASAN-Tests mit CONFIG_FAILSLAB reproduziert. Ein Schreibzugriff mit 8191 Bytes auf /proc/sys/kernel/domainname triggerт die Fault, was zu Page-Faults und Oops-Meldungen führt.

Empfohlene Maßnahmen

  • Kernel-Update auf eine gepatchte Version durchführen, sobald verfügbar
  • Systemzugriffe einschränken: Nur vertrauenswürdigen Benutzern Schreibzugriffe auf /proc/sys gewähren
  • BPF-Cgroup-Sysctl-Filter überprüfen und bei Nicht-Bedarf deaktivieren
  • Monitoring für anomale Kernel-Panics intensivieren

Bewertung

CVSS-Score: 7.8 (High)

Die Vulnerability ermöglicht lokale Denial-of-Service-Angriffe und potenzielle Privilege-Escalation. Während Remote-Ausbeutung ausgeschlossen ist, stellt der lokale Angriffsvektor für Multi-User-Systeme ein erhebliches Risiko dar. Eine zügige Patch-Anwendung wird empfohlen.

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