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Zusammenfassung
CVE-2026-63814 ist eine High-Severity-Schwachstelle im Linux-Kernel, die die ACL-Verarbeitung (Access Control List) im F2FS-Dateisystem betrifft. Die Vulnerability ermöglicht einen Puffer-Overread durch unzureichende Validierung von ACL-Einträgen in der Funktion f2fs_acl_from_disk(). Ein lokaler Angreifer kann diese Schwachstelle ausnutzen, um Speicher außerhalb der zugewiesenen Grenzen auszulesen.
Betroffene Systeme
Betroffen sind Linux-Systeme mit F2FS-Dateisystem-Support, insbesondere:
- Linux Kernel (verschiedene Versionen mit F2FS-Komponente)
- Systeme mit aktiv gemounteten F2FS-Partitionen
- Embedded-Systeme und Mobilgeräte mit F2FS
Technische Details
Die Schwachstelle liegt in der unzureichenden Validierung von ACL-Einträgen (f2fs_acl_entry und f2fs_acl_entry_short). Die Funktion f2fs_acl_count() validiert nur die Gesamtlänge des ACL-xattr, nicht jedoch die individuellen Einträge. Dies ermöglicht es, dass malformierte ACLs ACL_USER oder ACL_GROUP Einträge in Positionen platzieren, die nur f2fs_acl_entry_short-Strukturen enthalten.
Konsequenz: f2fs_acl_from_disk() liest e_id, bevor verifiziert wird, dass ein vollständiger Eintrag vorliegt. Dies führt zu einem KASAN-erkannten Heap-Buffer-Overread (slab-out-of-bounds Read of size 4).
Der Patch implementiert strikte Validierungen: Prüfung auf kurze Einträge vor dem Lesen von e_tag und e_perm, sowie Validierung vollständiger Einträge vor dem Zugriff auf e_id bei ACL_USER und ACL_GROUP. Es werden -EFSCORRUPTED-Fehler zurückgegeben.
Empfohlene Massnahmen
- Linux-Kernel zeitnah auf gepatchte Version aktualisieren
- Priorisierung fĂĽr Systeme mit F2FS-Einsatz
- Zugriffsrechte auf Dateisystem-Metadaten beschränken
- Kernel-Module monitoren; KASAN-Logs analysieren
Bewertung
CVSS Score: 7.8 (High)
Die Schwachstelle erfordert lokalen Zugriff, ermöglicht jedoch Informationsoffenlegung und potentielle Denial-of-Service-Szenarien. Immediate Patching wird empfohlen.
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