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Zusammenfassung
CVE-2026-64269 ist eine kritische Sicherheitslücke im Linux-Kernel, die die RDMA/RTRS-Serverkomponente betrifft. Die Schwachstelle ermöglicht es einem Remote-Angreifer, die Grenzen von Chunk-Speicherbereichen zu überschreiten und potenziell sensible Speicherbereiche auszulesen oder einen Denial-of-Service-Zustand herbeizuführen.
Betroffene Systeme
Linux-Kernel mit aktivierter RDMA/RTRS-Unterstützung (InfiniBand RDMA Transport Service). Besonders kritisch sind Systeme ohne IOMMU-Schutz oder mit IOMMU im Passthrough-Modus, da diese anfälliger für Speicheroffenlegungen sind.
Technische Details
Die Vulnerabilität existiert in der Funktion rdma_write_sg(), die für RDMA-WRITE-Operationen zur Rückgabe von Lesedaten verwendet wird. Die Länge der Schreiboperation wird direkt aus einem vom Remote-Peer kontrollierten Deskriptor übernommen:
plist->length = le32_to_cpu(id->rd_msg->desc[0].len);
Diese Länge wird nicht gegen die maximale Chunk-Größe (max_chunk_size) validiert. Ein böswilliger Client kann einen unnormal großen Längenwert übermitteln, wodurch die RDMA-WRITE-Operation über die zugewiesenen Chunk-Grenzen hinausgeht. Die Auswirkungen variieren nach IOMMU-Konfiguration: Ohne IOMMU können benachbarte Speicherbereiche ausgelesen werden (Information Disclosure); mit translatiertechnischer IOMMU führt dies zum Verbindungsabbruch.
Empfohlene Massnahmen
- Linux-Kernel-Updates einspielen, sobald Patches verfĂĽgbar sind
- IOMMU-Schutz aktivieren und konfigurieren
- Netzwerkzugriff auf RDMA-Dienste einschränken
- SystemĂĽberwachung auf unerwartete VerbindungsabbrĂĽche implementieren
- Zugangskontrollen fĂĽr RDMA-Operationen ĂĽberprĂĽfen
Bewertung
CVSS 9.1 (Critical): Diese Einstufung ist gerechtfertigt durch das hohe Risiko für Information Disclosure und DoS-Szenarien. Die Anforderung für Netzwerkzugriff und authentifizierte Peers reduziert die unmittelbare Exploitierbarkeit geringfügig, macht aber keine Entwarnung möglich.
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