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Zusammenfassung
CVE-2026-64320 ist eine kritische Sicherheitslücke im Linux-Kernel, die im NVMe-over-Fabrics (NVMet) Subsystem vorkommt. Die Schwachstelle ermöglicht es unauthentifizierten Angreifern, Speicher außerhalb der Grenzen auszulesen oder einen Denial-of-Service-Angriff durchzuführen. Die Lücke befindet sich in der Discovery Get Log Page-Funktion und hat einen CVSS-Score von 9.1.
Betroffene Systeme
Die Schwachstelle betrifft Linux-Systeme mit aktiviertem NVMet-Subsystem, insbesondere:
- NVMet-TCP-Implementierungen
- NVMet-RDMA-Implementierungen
- NVMet-FC-Implementierungen
- Discovery Controller ohne Authentifizierung
Technische Details
Die Funktion nvmet_execute_disc_get_log_page() validiert nur die Dword-Ausrichtung des vom Host bereitgestellten Log Page Offset (lpo). Der 64-Bit-Offset wird direkt zu einem kleinen kzalloc’d Buffer addiert, ohne dass eine GrenzprĂĽfung durchgefĂĽhrt wird.
Der kritische Fehler liegt in dieser Code-Sequenz:
- Ein Host-bereitgestellter 64-Bit-Offset wird nicht gegen die tatsächliche Puffergröße validiert
- Der resultierende Pointer wird an
nvmet_copy_to_sgl()übergeben - Bis zu 4 KiB können aus dem Speicher gelesen werden, obwohl der Buffer nur ~1 KiB groß ist
Da der Discovery Controller unauthentifiziert ist, ist die Schwachstelle vor der Authentifizierung über TCP/RDMA/FC erreichbar. Praktische Tests zeigten, dass 81 kanonische Kernel-Pointer in einer einzigen Antwort geleckt werden können.
Empfohlene Massnahmen
- Kernel-Updates einspielen, sobald ein Patch verfĂĽgbar ist
- NVMet-Services auf Produktionssystemen auf Netzwerkebene beschränken
- Firewall-Regeln implementieren, um nicht vertrauenswĂĽrdige TCP/RDMA/FC-Verbindungen zu blockieren
- Discovery Controller bei nicht benötigten Systemen deaktivieren
- Systemlogs auf verdächtige Discovery-Anfragen überwachen
Bewertung
Schweregrad: Critical (CVSS 9.1) – Ermöglicht Informationspreisgabe, DoS und potenzielle Kernel-Panics ohne Authentifizierung vor dem Angriff.
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