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Zusammenfassung
CVE-2026-64276 ist eine High-Severity-Schwachstelle im Linux-Kernel, die den Synaptics RMI4-Eingabetreiber betrifft. Die Vulnerabilität ermöglicht Out-of-Bounds-Lesezugriffe und potenzielle Schreibzugriffe durch eine fehlerhafte Speicherallokation bei der GPIO/LED-Keymap-Initialisierung.
Betroffene Systeme
Die Schwachstelle betrifft Linux-Kernel-Systeme mit aktiviertem Synaptics RMI4-Treiber, insbesondere Geräte, die GPIO-Support im F30-Handler nutzen. Besonders gefährdet sind Systeme mit Synaptics-Touchpads, die mehr als 6 GPIO/LED-Einträge repräsentieren.
Technische Details
Das Problem liegt in der Funktion rmi_f30_map_gpios(), die den gpioled_key_map-Puffer mit maximal 6 Einträgen allokiert: min(gpioled_count, TRACKSTICK_RANGE_END). Allerdings iteriert rmi_f30_attention() über den vollständigen f30->gpioled_count-Wert (0-31 laut Device-Query-Register) und dereferenziert dabei gpioled_key_map[i] ohne Grenzen.
Parallel wird input->keycodemax auf den vollständigen gpioled_count-Wert gesetzt, während input->keycode auf die 6-Element-Allokation verweist. Dies ermöglicht Out-of-Bounds-Zugriffe durch die EVIOCGKEYCODE/EVIOCSKEYCODE-ioctls, die nur gegen keycodemax prüfen.
Geräte, die gpioled_count > 6 mit aktiviertem GPIO-Support melden, verursachen damit kritische Speicherzugriffsverletzungen bei Interrupt-Verarbeitung.
Empfohlene Massnahmen
- Warten Sie auf offizielle Kernel-Patches für Ihre Distribution
- Aktivieren Sie SMEP/KPTI für Kernel-Exploit-Mitigation, falls verfügbar
- Begrenzen Sie lokale Benutzerberechtigungen auf Systemen mit betroffenen Touchpads
- Überprüfen Sie Kernel-Logs auf abnormale Input-Device-Fehler
Bewertung
CVSS-Score: 7.8 (High)
Die hohe Bewertung resultiert aus lokalem Angriffsvektor mit moderater Komplexität. Ein lokaler Angreifer könnte Privilege-Escalation oder DoS verursachen. Ein Fix sollte priorisiert werden.
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