CVE-2026-64277 High CVSS 7.8/10

🟠 CVE-2026-64277: High Schwachstelle

CVE-2026-64277
7.8/10
High
Nein
Various
Local

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Zusammenfassung

CVE-2026-64277 ist eine High-Severity-Schwachstelle im Linux-Kernel-Treiber synaptics-rmi4. Die Vulnerability ermöglicht Out-of-Bounds-Zugriffe auf die GPIO-Keymap durch unzureichende Bounds-Checking. Ein lokaler Angreifer kann dadurch Speicher auslesen oder schreiben.

Betroffene Systeme

Die Schwachstelle betrifft Linux-Systeme mit aktiviertem synaptics-rmi4 Input-Treiber. Besonders gefährdet sind Systeme mit Synaptics-Touchpads oder RMI4-kompatiblen Input-Geräten, die mehr als 6 GPIO-Pins melden (gpio_count > 6). Der CVSS-Score von 7.8 kennzeichnet eine hohe Kritikalität mit lokalen Angriffsvektor.

Technische Details

Die Schwachstelle liegt in der Behandlung der GPIO-Keymap in rmi_f3a_initialize(). Der Treiber liest die GPIO-Anzahl (gpio_count, Bereich 0-127) aus dem Device-Query-Register aus. Allerdings wird die Keymap in rmi_f3a_map_gpios() nur mit min(gpio_count, TRACKSTICK_RANGE_END) = maximal 6 Einträgen allokiert.

Das Problem: Die Attention-Interrupt-Routine rmi_f3a_attention() iteriert über alle gpio_count Einträge und dereferenziert gpio_key_map[i] ohne Bounds-Checking. Geräte mit gpio_count > 6 verursachen somit Out-of-Bounds-Lesezugriffe bei jedem Interrupt.

Zusätzlich wird input->keycodemax auf den vollen gpio_count gesetzt, während input->keycode auf die 6-Eintrag-Allocation zeigt. Dies ermöglicht Out-of-Bounds-Zugriffe über die Input-Core-ioctls EVIOCGKEYCODE (Speicher-Leak zu Userspace) und EVIOCSKEYCODE (beliebiges Schreiben) für jeden Prozess mit evdev-Zugriff.

Empfohlene Massnahmen

Der Fix besteht darin, die Keymap für die vollständige gpio_count-Größe zu allokieren. Die Mapping-Schleife bleibt unverändert und befüllt nur die ersten min(gpio_count, TRACKSTICK_RANGE_END) Einträge. Übrige Slots bleiben KEY_RESERVED und werden übersprungen. Nutzer sollten verfügbare Kernel-Sicherheits-Patches zeitnah einspielen und Systeme aktualisieren.

Bewertung

Mit CVSS 7.8 und lokalem Angriffsvektor stellt diese Schwachstelle eine erhebliche Bedrohung dar. Der praktische Exploit ist relativ einfach für lokal authentifizierte Nutzer möglich. Eine zeitnahe Patch-Installation wird dringend empfohlen.

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