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Zusammenfassung
CVE-2026-64279 ist eine High-Severity-Schwachstelle im Linux-Kernel, die eine Race-Condition in der I2C-Adapter-Deregistrierung betrifft. Die Schwachstelle ermöglicht potenziell unbefugten Speicherzugriff auf bereits freigegebene Ressourcen und könnte zu Denial-of-Service oder Privilege Escalation führen.
Betroffene Systeme
Die Schwachstelle betrifft verschiedene Linux-Kernel-Versionen mit I2C-Core-Implementierung. Besonders gefährdet sind:
- Linux-Kernel mit aktivem I2C-Subsystem
- Embedded Systems und IoT-Geräte mit I2C-Hardware
- Server mit I2C-gestützten Sensoren oder Komponenten
- ARM-basierte Systeme (Raspberry Pi, etc.)
Technische Details
Das Problem liegt in der i2c_get_adapter()-Funktion, die Adapter anhand ihrer ID nachschlagen und eine Referenz zur eingebetteten Struktur „struct device“ übernehmen kann.
Die Race-Condition tritt während der Adapter-Deregistrierung auf: Der Adapter wird aus dem IDR (ID Radix tree) entfernt, jedoch nicht vor dem Abbau der Ressourcen. Dies führt dazu, dass parallele Zugriffe auf bereits freigegebene Speicherbereiche möglich sind – insbesondere auf den Device-Namen und andere kritische Datenstrukturen.
Ein lokaler Angreifer könnte diese Bedingung ausnutzen, um:
- Use-After-Free-Fehler auszulösen
- Kernel-Speicher zu corrumpieren
- Denial-of-Service zu verursachen
- Möglicherweise Privilege Escalation zu erreichen
Empfohlene Massnahmen
- Kernel-Updates mit korrigierter I2C-Core-Implementierung einspielen
- Lokale Systemzugriffe auf vertrauenswürdige Benutzer beschränken
- SELinux oder AppArmor für zusätzliche Isolation konfigurieren
- I2C-Subsystem deaktivieren, falls nicht benötigt
- Kernel-Module regelmäßig überprüfen und aktualisieren
Bewertung
CVSS-Score: 7.8 (High)
Die Schwachstelle erfordert lokalen Zugriff, stellt aber eine ernsthafte Bedrohung für Systeme dar, auf denen untrusted User Code ausführen können. Sofortige Patching wird empfohlen.
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