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Zusammenfassung
CVE-2026-64293 beschreibt eine Buffer-Overflow-Schwachstelle im Linux-Kernel in der Komponente iommufd. Die Vulnerability betrifft die Funktion iommufd_veventq_fops_read() und ermöglicht es Angreifern mit lokalen Zugriffsrechten, Daten über die Grenzen eines zugewiesenen Puffers hinaus zu schreiben. Die Schwachstelle resultiert aus einer inkonsistenten Verwendung von Größenberechnungen bei der Validierung von Datengrenzen.
Betroffene Systeme
Die Vulnerability betrifft Linux-Kernel-Installationen mit der iommufd-Komponente. Besonders kritisch ist die Auswirkung auf 32-Bit-Systeme, wo die Sicherheitsprüfung um 4 Bytes unterzählt. Systeme mit älteren oder Standard-Kernelversionen sind anfällig, solange der Patch nicht eingespielt wurde.
Technische Details
Die fehlerhafte Codezeile verwendet sizeof(hdr) statt sizeof(*hdr) bei der BoundprĂĽfung:
if (!vevent_for_lost_events_header(cur) && sizeof(hdr) + cur->data_len > count - done)
Da hdr ein Pointer vom Typ struct iommufd_vevent_header * ist, evaluiert sizeof(hdr) zur Pointergröße. Auf 64-Bit-Systemen entspricht dies zufällig der tatsächlichen Strukturgröße (8 Bytes). Auf 32-Bit-Systemen wird die Prüfung um 4 Bytes unterschätzt, was zu einem Heap-Buffer-Overflow beim Schreiben von Userdaten führt.
Die korrekte Implementierung verwendet konsistent sizeof(*hdr), was die tatsächliche Größe der kopierten Daten widerspiegelt und architekturunabhängig ist.
Empfohlene Massnahmen
Systemadministratoren sollten zeitnah den Linux-Kernel-Patch einspielen, der die Größenberechnung korrigiert. Der Fix erfordert lediglich die Änderung von sizeof(hdr) zu sizeof(*hdr) in der betroffenen Prüfung. Priorität sollte auf 32-Bit-Systemen und Systemen mit erweiterten iommufd-Funktionalitäten liegen. Eine Kernel-Neukompilation und ein Neustart sind notwendig.
Bewertung
CVSS-Score: 7.8 (High)
Die Schwachstelle besitzt erhebliches Exploitations-Potenzial für lokale Angreifer. Der Buffer-Overflow ermöglicht Speicherkorrumpierung und potenzielle Privilege-Escalation. Die Abhängigkeit von lokalen Zugriffsrechten begrenzt die unmittelbare Remote-Gefahr, erhöht aber das Risiko bei Multi-User- oder Container-Umgebungen erheblich.
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