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Zusammenfassung
CVE-2026-64322 ist eine High-Severity-Schwachstelle im Linux-Kernel, die in der UDF-Dateisystem-Implementierung existiert. Die Vulnerabilität ermöglicht Out-of-Bounds-Lese- und Schreibzugriffe durch fehlerhafte Validierung der Sparing-Table-Länge. Ein lokaler Angreifer kann diese Schwachstelle durch ein manipuliertes UDF-Image ausnutzen.
Betroffene Systeme
Folgende Komponenten sind betroffen:
- Linux-Kernel mit UDF-Dateisystem-Support
- Systeme mit aktiviertem UDF-Modul
- Alle Linux-Distributionen, die den vulnerablen Kernel verwenden
Angriffsvektor: Lokal (Dateisystem-Mount erforderlich)
Technische Details
Die Funktion udf_load_sparable_map() validiert die reallocationTableLen fälschlicherweise als Byte-Anzahl statt als Entry-Count. Die Validierungslogik prüft:
sizeof(*st) + le16_to_cpu(st->reallocationTableLen) > sb->s_blocksize
Jedoch wird die Tabelle in den Funktionen udf_get_pblock_spar15() und udf_relocate_blocks() als Array von 8-Byte-Strukturen iteriert:
for (i = 0; i < le16_to_cpu(st->reallocationTableLen); i++)
Dies führt zu einem Faktor-8-Überschuss beim tatsächlichen Speicherzugriff. Ein manipuliertes UDF-Image mit erhöhtem reallocationTableLen kann somit:
- Out-of-Bounds-Lesezugriffe in
udf_get_pblock_spar15()verursachen - Out-of-Bounds-Schreibzugriffe durch
memmove()inudf_relocate_blocks()auslösen - CRC-Berechnungen über Blockgrenzen hinaus durchführen
Empfohlene Massnahmen
- Kernel-Update: Auf eine gepatchte Kernel-Version aktualisieren, sobald verfĂĽgbar
- Temporäre Mitigation: UDF-Modul deaktivieren, falls nicht benötigt
- Dateisystem-Kontrolle: Nur vertrauenswĂĽrdige UDF-Images mounten
- Zugriffskontrolle: Lokale Dateisystem-Mount-Berechtigungen einschränken
Bewertung
CVSS-Score: 7.8 (High)
Die Schwachstelle ermöglicht Kernel-Memory-Corruption, potenziell führend zu Denial-of-Service oder Privilege-Escalation. Die Ausnutzung erfordert lokalen Zugriff und die Fähigkeit, manipulierte UDF-Images zu erstellen oder mounten zu können.
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