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Zusammenfassung
CVE-2026-64323 ist eine High-Severity-Schwachstelle im Linux-Kernel, die das UDF-Dateisystem betrifft. Die Vulnerability ermöglicht einen Out-of-Bounds-Read durch unzureichende Validierung der VAT-Header-Länge (Virtual Allocation Table 2.0) gegen die VAT-Inode-Größe. Ein lokaler Angreifer kann durch das Einbinden eines manipulierten UDF-Images einen Speicherzugriff außerhalb der zulässigen Grenzen auslösen.
Betroffene Systeme
Die Schwachstelle betrifft Linux-Kernel-Versionen mit UDF-Dateisystem-Support. Besonders anfällig sind Systeme, die automatisch externe Speichermedien mit UDF-Partitionierung mounten. Dies umfasst typischerweise:
- Desktop- und Server-Systeme mit UDF-Support
- Systeme, die optische Medien oder USB-Geräte verarbeiten
- Container- und Virtualisierungsumgebungen mit UDF-Unterstützung
Technische Details
Die Funktion udf_load_vat() liest die start_offset direkt aus dem VAT-Header ohne Validierung gegen die tatsächliche Inode-Größe:
map->s_type_specific.s_virtual.s_start_offset = le16_to_cpu(vat20->lengthHeader);
Das Feld lengthHeader ist ein 16-Bit-Wert unter vollständiger Kontrolle des Angreifers. Übersteigt dieser Wert die VAT-Inode-Größe, führt die Subtraktion zu Integer-Underflow und erzeugt eine extrem große s_num_entries-Zahl, die die Bound-Überprüfung in udf_get_pblock_virt15() umgeht.
Im ICB-Inline-Pfad liest die Funktion dann: ((__le32 *)(iinfo->i_data + s_start_offset))[block], wobei ein großer s_start_offset zu Out-of-Bounds-Zugriffen auf Inode-Daten führt.
Empfohlene Massnahmen
- Kernel-Update: Patched Version mit Validierung der VAT-Header-Länge gegen Inode-Größe deployen
- Zugriffskontrolle: Mounting von nicht vertrauenswürdigen UDF-Images einschränken
- Monitoring: Kernel-Logs auf unerwartete udf_load_vat()-Fehler überwachen
Bewertung
CVSS 7.1 (High): Die Vulnerability ermöglicht lokale Denial-of-Service-Angriffe und potenziell Information-Disclosure durch speichergeschützte Daten.
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