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Zusammenfassung
CVE-2026-48247 beschreibt eine kritische Sicherheitslücke in Open ISES Tickets vor Version 3.44.2. Die Anfälligkeit liegt in der Datei incs/functions.inc.php, wo die TLS-Zertifikatsprüfung für ausgehende HTTPS-Anfragen deaktiviert wurde. Dies ermöglicht Man-in-the-Middle-Angriffe (MITM) auf sensitive Datenübertragungen.
Betroffene Systeme
Die Schwachstelle betrifft Open ISES Tickets in allen Versionen vor 3.44.2. Unternehmen, die diese Ticketing-Lösung zur Verwaltung von Support-Anfragen einsetzen, sollten ihre Instanzen auf Anfälligkeit überprüfen.
Technische Details
Die Anfälligkeit beruht auf unsicherer Konfiguration der cURL-Bibliothek. Der Code setzt CURLOPT_SSL_VERIFYPEER auf false und verzichtet auf die Definition von CURLOPT_SSL_VERIFYHOST. Dies deaktiviert die Validierung des Zertifikats des entfernten Servers vollständig.
Ein Angreifer im Netzwerkpfad zwischen dem Server und dem entfernten Endpunkt kann ein gefälschtes Zertifikat präsentieren, um:
- Anfragen und Antworten abzufangen
- Ăśbertragene API-SchlĂĽssel zu exfiltrieren
- Session-Tokens zu kompromittieren
- Daten zu manipulieren
Die Anfälligkeit beeinflusst alle durch die gemeinsamen Helper-Funktionen generierten HTTPS-Anfragen.
Empfohlene Massnahmen
Sofortige Massnahmen:
- Aktualisierung auf Open ISES Tickets Version 3.44.2 oder höher durchführen
- Falls Update nicht möglich: Code-Audit der
incs/functions.inc.php-Datei durchführen - Netzwerkverkehr überwachen auf verdächtige HTTPS-Kommunikation
Nachgelagerte Kontrollen:
- API-SchlĂĽssel und Session-Tokens erneuern
- Sicherheitsaudits fĂĽr entfernte Systeme durchfĂĽhren
- Protokollanalyse auf unauthorisierte Zugriffe ĂĽberprĂĽfen
Bewertung
Mit einem CVSS-Score von 5.9 (Medium) wird die Anfälligkeit als mittelschwer klassifiziert. Der Angriffsvektor ist netzwerkbasiert, erfordert jedoch physische Nähe oder Kontrollpunkte im Netzwerkpfad. Trotz fehlendem offiziellen Patch ist sofortige Aktualisierung dringend empfohlen.
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