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Zusammenfassung
CVE-2026-15722 beschreibt einen Stack Buffer Overflow in 389 Directory Server (389-ds-base). Die Sicherheitslücke ermöglicht es unauthentifizierten Angreifern, einen Denial-of-Service-Zustand herbeizuführen. Die Schwachstelle wurde mit einem CVSS-Score von 7.5 (High) eingestuft.
Betroffene Systeme
Die Vulnerabilität betrifft 389 Directory Server (389-ds-base) in verschiedenen Versionen. Das LDAP-Verzeichnis wird primär in Enterprise-Umgebungen für Authentifizierung und Verzeichnisdienste eingesetzt. Eine genaue Versionierung wird vom Hersteller bereitgestellt.
Technische Details
Die vulnerable Funktion get_ruvelement_from_berval() befindet sich in der Datei repl5_ruv.c. Sie kopiert Ziffernzeichen aus einem netzwerkgesteuerten RUV (Replica Update Vector) BER-Wert in einen Stack-Puffer mit einer festen Größe von 16 Bytes. Dabei erfolgt keine Längenbeschränkung.
Der Angriffsvektor nutzt die StartNSDS50ReplicationRequest Extended Operation aus. Ein Angreifer kann ein manipuliertes Replikationsanforderungspaket mit einem Replica-ID-Feld senden, das mehr als 16 Ziffernzeichen enthält. Dies führt zu einem Buffer Overflow im Stack-Bereich.
Kritisch ist, dass die Deserialisierung der Payload vor jeglichen AutorisierungsprĂĽfungen stattfindet. Daher ist keine Authentifizierung erforderlich.
Empfohlene Massnahmen
- Implementierung von Netzwerk-Segmentierung fĂĽr LDAP-Server (Port 389/636)
- Firewall-Regeln zur Beschränkung von Replikationsverkehr auf vertrauenswürdige Hosts
- Stack Protection (ASLR, DEP) im Betriebssystem aktivieren
- Monitoring der LDAP-Server auf abnormale ProzessabstĂĽrze
- Regelmäßige Überprüfung auf verfügbare Patches
Bewertung
Schweregrad: High (CVSS 7.5)
Angriffsvektor: Netzwerk (remote, unauthentifiziert)
Impact: Denial of Service durch Prozessabsturz
Status: Patch ausstehend
Trotz Verfügbarkeit von Stack-Protektoren sollte diese Schwachstelle als kritisch behandelt werden, da sie die Verfügbarkeit kritischer Verzeichnisdienste gefährdet.
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