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Zusammenfassung
CVE-2025-71399 beschreibt eine Path-Traversal-Schwachstelle in Better Auth, die durch fehlerhafte URL-Normalisierung in der rou3-Router-Bibliothek verursacht wird. Attackern ist es möglich, Sicherheitsrichtlinien wie deaktivierte Pfade (disabledPaths) und pfadbasierte Rate-Limits zu umgehen, indem mehrfache Slashes in der URL eingefügt werden. Die Schwachstelle betrifft Better Auth-Versionen vor 1.4.5.
Betroffene Systeme
Better Auth vor Version 1.4.5 ist anfällig. Das Problem liegt in der abhängigen rou3-Router-Bibliothek, die URLs durch Entfernung leerer Segmente normalisiert. Damit können Pfade wie /path, //path und ///path auf die gleiche Route aufgelöst werden. Deployments mit URL-Normalisierung auf Proxy- oder Plattformebene sind nicht betroffen.
Technische Details
Die Schwachstelle entsteht durch mangelhafte Input-Validierung bei der Pfad-Normalisierung. Der rou3-Router entfernt leere Segmente aus URLs, ohne mehrfache konsekutive Slashes zu berücksichtigen. Ein Angreifer kann diese Logik ausnutzen, um geschützte Endpunkte zu erreichen, die in der disabledPaths-Konfiguration eingetragen sind.
Beispiel: Wenn /api/admin als deaktiviert konfiguriert ist, kann //api/admin oder ///api/admin den Schutz umgehen. Dies ermöglicht auch die Umgehung pfadbasierter Rate-Limiting-Mechanismen, die explizit auf bestimmte Routen angewendet werden.
Der CVSS-Score von 8.6 (High) reflektiert das erhebliche Sicherheitsrisiko durch mögliche Authentifizierungs- und Rate-Limit-Bypässe.
Empfohlene Massnahmen
Sofortige Maßnahmen:
- Upgrade auf Better Auth Version 1.4.5 oder höher durchführen
- Alternative: URL-Normalisierung auf Proxy-/Load-Balancer-Ebene implementieren
- Monitoring auf verdächtige Anfragen mit mehrfachen Slashes aktivieren
Langfristig: Abhängigkeiten regelmäßig auditieren und zeitnah aktualisieren.
Bewertung
Diese Schwachstelle erfordert zeitnahe Aufmerksamkeit. Das Sicherheitsrisiko ist erheblich, da Authentifizierungs- und Zugriffskontrollmechanismen kompromittiert werden können. Die Implementierung ist relativ simpel für Angreifer, weshalb schnelle Mitigation erforderlich ist.
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