Was ist passiert?
Sicherheitsforscher von Forescout haben eine alarmierende Entdeckung gemacht: Weltweit sind über 4.400 Rockwell Automation SPS-Steuerungen (Programmable Logic Controller) direkt über das Internet erreichbar. Davon befinden sich 2.844 Geräte in den USA. Besonders besorgniserregend ist der Fund von 22 dieser exponierten Controllern in Städten, die kürzlich Ziel von Cyberattacken auf amerikanische Wasserversorgungsunternehmen waren. 19 dieser Geräte nutzen das gleiche Mobilfunknetz, was auf eine potenzielle Koordination hindeutet.
Hintergrund & Bedeutung
Rockwell Automation SPS-Steuerungen sind kritische Infrastrukturkomponenten in Wasserwerken, Energieversorgern und Industrieanlagen. Ihre Exposition im Internet ist ein erhebliches Sicherheitsrisiko, da Angreifer diese Systeme direkt kompromittieren und kritische Prozesse sabotieren könnten. Die geografische Konzentration der gefundenen Geräte in angegriffenen Städten deutet darauf hin, dass Cyberkriminelle möglicherweise bereits diese Systeme für Reconnaissance-Aktivitäten gescannt haben. Obwohl Forescout keine aktuelle Kompromittierung bestätigen konnte, unterstreicht dieser Fund die mangelnde Netzwerksegmentierung in kritischen Infrastrukturen.
Empfehlungen für IT-Teams
Sofortmaßnahmen: Inventarisieren Sie alle Rockwell-Geräte und überprüfen Sie deren Internetanbindung. Implementieren Sie strenge Netzwerksegmentierung und Firewall-Regeln. Deaktivieren Sie Remote-Zugriffe, die nicht absolut notwendig sind. Aktivieren Sie Multi-Faktor-Authentifizierung für alle administrativen Zugriffe. Führen Sie regelmäßige Penetrationstests durch und aktualisieren Sie alle Firmware-Versionen auf den neuesten Stand.
Fazit
Die Exposition von kritischen SPS-Steuerungen in Wasserversorgungssystemen stellt eine ernsthafte nationale Sicherheitsbedrohung dar. Organisationen müssen ihre OT-Netzwerke sofort überprüfen und absichern.
Quelle: Original Artikel