CVE-2026-15560 High CVSS 8.1/10

🟠 CVE-2026-15560: High Schwachstelle

CVE-2026-15560
8.1/10
High
Nein
Various
Network

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CVE-2026-15560 – OpenJDK-ORB Deserialisierungsschwachstelle

Zusammenfassung

CVE-2026-15560 ist eine kritische Deserialisierungsschwachstelle in OpenJDK-ORB, die bei Verwendung des Security Managers (-secmgr) in Enterprise Application Server (EAS) Umgebungen exploitiert werden kann. Die Vulnerability ermöglicht unauthentifizierten Angreifern die Remote Code Execution (RCE) durch das Laden beliebiger Klassen von externen URLs während des Object Unmarshalling-Prozesses auf Port 3528.

Betroffene Systeme

Die Schwachstelle betrifft verschiedene Java-basierte Enterprise-Anwendungsserver und Systeme, die OpenJDK-ORB mit aktiviertem Security Manager einsetzen. Besonders gefährdet sind Produktionsumgebungen mit EJB-Deployments, auf denen Security Manager für Sandbox-Durchsetzung konfiguriert ist.

Technische Details

Der Exploit nutzt eine Validierungslücke im JDKBridge-Komponenten von OpenJDK-ORB aus. Beim Unmarshalling von CDR (Common Data Representation) Objekten werden attacker-kontrollierte Codebase URLs akzeptiert und verarbeitet. Die kritische Schwachstelle liegt darin, dass diese Verarbeitung vor den EJB-Security-Interceptoren stattfindet, wodurch der Security Manager umgangen wird.

Ein Angreifer kann gezielt manipulierte CORBA-Requests mit malicious Codebase-Parametern an Port 3528 senden. Das System lädt und instanziiert anschließend beliebige Klassen aus dem remote Server im privilegierten JVM-Kontext, noch bevor Authentifizierungs- oder Autorisierungschecks greifen.

Empfohlene Massnahmen

  • Netzwerk-Segmentierung: Port 3528 beschränken auf vertrauenswürdige Quellen
  • Security Manager-Regeln verschärfen für CORBA-Unmarshalling
  • JAR-Dateien aus nicht verifizierten Quellen blockieren
  • Regelmäßige Sicherheits-Audits durchführen
  • OpenJDK-Updates zeitnah einspielen, sobald Patches verfügbar sind

Bewertung

CVSS Score: 8.1 (High)

Die hohe Kritikalität resultiert aus Netzwerk-Erreichbarkeit, fehlender Authentifizierung und direkter RCE-Möglichkeit. Der fehlende Patch erhöht die Risikostufe erheblich.



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