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Zusammenfassung
CVE-2026-15741 beschreibt eine kritische SQL-Injection-Schwachstelle in der PostgreSQL EXTRACT()-Funktion. Die Vulnerabilität ermöglicht es Objekteigentümern, beliebige SQL-Befehle mit Superuser-Privilegien auszuführen. Der Angriff erfolgt durch manipulierte Objektdefinitionen und betrifft zahlreiche Expression-Deparse-Konsumenten wie pg_dump und psql-Befehle.
Betroffene Systeme
PostgreSQL-Versionen vor:
- 18.5
- 17.11
- 16.15
- 15.19
- 14.24
Betroffen sind sowohl Core-Funktionalitäten als auch Drittanwendungen, die Expression-Deparse-Funktionen nutzen.
Technische Details
Die Schwachstelle liegt in der unsicheren Deparsing-Implementierung der EXTRACT()-Funktion. Beim Deserialisieren von Objektdefinitionen werden Eingaben nicht ausreichend validiert. Ein authentifizierter Angreifer mit ObjekteigentĂĽmer-Privilegien kann manipulierte SQL-AusdrĂĽcke in Objektdefinitionen einschleusen.
Bei Ausführung von Deparse-Operationen (beispielsweise durch pg_dump oder die psql-Kommando \sf) werden diese Ausdrücke direkt verarbeitet, ohne dass Injection-Schutzmaßnahmen greifen. Dies ermöglicht die Ausführung beliebiger SQL-Befehle mit den Rechten des aufrufenden Prozesses, typischerweise Superuser-Privilegien.
Empfohlene Massnahmen
- Sofortig: Update auf patched Versionen durchfĂĽhren
- Zugriff auf Objekteigentümer-Funktionen einschränken
- pg_dump-Operationen nur mit vertrauenswĂĽrdigen Datenbanken durchfĂĽhren
- Monitoring von SQL-Aktivitäten mit erhöhten Privilegien implementieren
- Datenbankzugriffe segmentieren und minimale Privilegien vergeben
Bewertung
CVSS-Score: 8.8 (High)
Die Schwachstelle erfordert authentifizierten Zugriff, bietet aber erhebliches Exploitations-Potenzial mit kritischen Auswirkungen auf Datenintegrität und Vertraulichkeit. Patches stehen nicht sofort zur Verfügung, daher sollte Risikominderung priorisiert werden.
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