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Zusammenfassung
Eine kritische SicherheitslĂĽcke wurde in den GL.iNet Routermodellen BE9300 und MT6000 in den Versionen 4.8.x identifiziert. Die Schwachstelle ermöglicht OS-Command-Injection ĂĽber die Firewall-Management-RPC-Komponente und wird mit einem CVSS-Score von 7.4 als „High“ eingestuft. Ein Patch ist derzeit nicht verfĂĽgbar.
Betroffene Systeme
- GL.iNet BE9300 (Versionen 4.8.x)
- GL.iNet MT6000 (Versionen 4.8.x)
Weitere Varianten könnten ebenfalls anfällig sein. Eine vollständige Kompatibilitätsliste sollte beim Hersteller angefordert werden.
Technische Details
Die Anfälligkeit existiert in der Firewall-Management-RPC-Komponente. Durch manipulierte Parameter in den Feldern dest_port und dest_ip können Angreifer beliebige Betriebssystem-Befehle einschleusen und ausführen. Die Remote-Ausführung ermöglicht vollständigen Systemzugriff ohne Authentifizierung.
Angriffsvektor: Netzwerk (Network-based)
Authentifizierung: Nicht erforderlich
Empfohlene Massnahmen
- Sofortige Aktualisierung: Upgrade auf Version 4.9.0 oder höher durchführen, sobald verfügbar
- Netzwerk-Isolation: Betroffene Router von öffentlich erreichbaren Netzwerkschnittstellen trennen
- Firewall-Regeln: Administrative Zugriffe auf RPC-Ports einschränken
- Monitoring: Verdächtige RPC-Anfragen mit ungewöhnlichen Parametern protokollieren
- Temporärer Workaround: RPC-Firewall-Management deaktivieren, falls nicht benötigt
Bewertung
Risikostufe: Hoch – Remote-Ausführung von Befehlen mit Systemrechten ist möglich.
Der Mangel eines verfügbaren Patches erhöht die Dringlichkeit sofortiger Mitigationsmassnahmen. Betroffene Organisationen sollten Version 4.9.0 priorisiert einspielen und bis dahin kompensatorische Sicherheitskontrollen implementieren.
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