Was ist passiert?
Eine Ransomware-Affiliate-Gruppe namens „Ransom Busters“ kontaktiert Opfer von Ransomware-Angriffen proaktiv per E-Mail. Die Gruppe behauptet, Zugriff auf die Server von Ransomware-Gangs zu haben und bietet an, gestohlene Daten gegen eine Gebühr von 20.000 bis 60.000 US-Dollar zu löschen. GuidePoint Research hat diese verdächtige Aktivität dokumentiert und als anomales Verhalten eingestuft.
Hintergrund & Bedeutung
Diese Vorgehensweise stellt eine neue Bedrohungsdimension dar. Während traditionelle Ransomware-Gangs Daten exfiltrieren und Lösegeld fordern, positioniert sich „Ransom Busters“ als vermeintlicher Retter – versucht aber tatsächlich, Opfer erneut zu schädigen. Die Authentizität dieser Behauptungen ist hochgradig fraglich. Es könnte sich um Betrüger handeln, die vom Schrecken der Opfer profitieren möchten, oder um Konkurrenten, die das Vertrauen in andere Gangs untergraben wollen.
Für Opfer von Ransomware-Angriffen ist dies besonders kritisch, da sie in Stresssituationen schnell handeln und hohe Geldbeträge zahlen könnten. Die fehlende Verifikation macht solche Angebote extrem riskant.
Empfehlungen für IT-Teams
- Nicht zahlen: Keine Gelder an unbekannte Dritte überweisen, die Datenlöschungen versprechen
- Verifizierung: Alle Kommunikationen mit Behörden und spezialisierten Incident-Response-Dienstleistern absprechen
- Awareness schulen: Mitarbeiter auf solche Betrugsmaschen hinweisen
- Dokumentation: Verdächtige E-Mails an Sicherheitsbehörden melden
Fazit
„Ransom Busters“ ist eine weitere Ebene der Cyberkriminalität. Opfer sollten skeptisch gegenüber unaufgeforderten Angeboten bleiben und nur mit verifizierten Experten zusammenarbeiten.
Quelle: Original Artikel