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Zusammenfassung
CVE-2026-48750 ist eine kritische Sicherheitslücke in Incus (Version vor 7.2.0), einem System Container und Virtual Machine Manager. Die Schwachstelle ermöglicht es authentifizierten Angreifern, über eine Symlink-basierte Pfadverfälschung (Path Traversal) beliebige Dateien an willkürlichen Systemorten zu schreiben und damit potenzielle Remote Code Execution (RCE) auszulösen. Mit einem CVSS-Score von 9.9 wird die Lücke als kritisch eingestuft.
Betroffene Systeme
- Incus Versionen vor 7.2.0
- Alle Plattformen, auf denen Incus bereitgestellt wird
- Container und VM-Umgebungen, die ĂĽber das `/instances/$name/exec`-Endpoint erreichbar sind
Technische Details
Der kritische Fehler befindet sich im `/instances/$name/exec`-Endpoint mit aktiviertem `record-output`-Parameter. Die Applikation speichert die Befehlsausgabe (stdout/stderr) im `exec-output`-Verzeichnis der Instanz, validiert aber nicht, ob es sich dabei um ein Symlink handelt.
Angreifer können ein Symlink im `exec-output`-Verzeichnis erstellen, das auf ein beliebiges Zielverzeichnis zeigt. Beim nächsten Befehlsausführen mit `record-output` werden die Dateien `exec_UUID.stdout` und `exec_UUID.stderr` nicht im legitimen Verzeichnis, sondern am Symlink-Ziel geschrieben. Dies ermöglicht das Überschreiben kritischer Dateien (z.B. Konfigurationsdateien, Startup-Scripts) mit manipuliertem Inhalt.
Durch geschickte Platzierung von Ausgabedaten in ausführbare Skripte oder Konfigurationsdateien, die beim Systemstart geladen werden, ist Arbitrary Code Execution möglich.
Empfohlene Massnahmen
- Sofortmassnahme: Aktualisierung auf Incus Version 7.2.0 oder höher durchführen
- Zugriff auf den `/instances/$name/exec`-Endpoint einschränken und auf bekannte, vertrauenswürdige Quellen begrenzen
- Das `record-output`-Feature deaktivieren, falls nicht erforderlich
- Dateirechte und Symlink-Berechtigungen ĂĽberprĂĽfen
- Sicherheits-Monitoring für unerwartete Dateischreibvorgänge implementieren
Bewertung
CVSS v3.1 Score: 9.9 (Kritisch)
Der Schweregrad wird durch die hohe Angriffswahrscheinlichkeit, fehlende Authentifizierungsbarieren und das Potenzial für vollständige Systemkompromittierung gerechtfertigt. Sofortige Patching-Massnahmen sind erforderlich.
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