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CVE-2026-80617: Heap Buffer Overflow im Linux Kernel (airoha)
Zusammenfassung
Eine kritische Sicherheitslücke wurde im Linux Kernel-Treiber für Airoha-Netzwerkprozessoren identifiziert. Die Schwachstelle liegt in der fehlerhaften Speicherallokation des foe_check_time-Puffers. Ein lokaler oder remote authentifizierter Angreifer kann diese Lücke ausnutzen, um einen Heap Buffer Overflow auszulösen und potentiell den Kernel zum Absturz zu bringen oder Codeausführung zu ermöglichen.
Betroffene Systeme
- Linux Kernel mit Airoha PPE (Packet Processing Engine) Treiber
- Embedded Systeme und Router mit Airoha-Chipsätzen
- Systeme mit aktivierter Netzwerk-Datenweiterleitung (Forwarding Offload Engine – FOE)
Technische Details
Fehlerquelle: Die Variable foe_check_time ist als Pointer vom Typ u16 deklariert, wird aber mit unzureichendem Speicher allokiert. Die Allokation erfolgt mit ppe_num_entries Bytes statt ppe_num_entries * sizeof(u16) (2 Bytes pro Eintrag).
Auslösemechanismus: Bei Aufruf der Funktion airoha_ppe_foe_verify_entry() mit einem Hash-Wert größer oder gleich ppe_num_entries/2 erfolgen Schreibzugriffe über die Grenzen des allokierten Puffers hinaus. Dies führt zu Heap-Korruption und potentieller Kernel-Panik.
Angriffsvektor: Netzwerk (Remote)
CVSS v3.1 Score: 9.8 (Critical)
Empfohlene Massnahmen
- Kernel-Update auf gepatchte Version durchfĂĽhren (sobald verfĂĽgbar)
- Airoha-Treiber deaktivieren, falls nicht zwingend erforderlich
- Netzwerk-Zugriffe auf kritische Systeme einschränken
- Kernel-Parameter zur FOE-Deaktivierung evaluieren
- Monitoring auf ungewöhnliche Kernel-Crashes aktivieren
Bewertung
Diese Schwachstelle ist hochkritisch und erfordert sofortige Aufmerksamkeit. Die fehlende Speicherallokation ermöglicht direkte Heap-Korruption mit hohem Schadenpotential. Ein Patch steht aktuell nicht zur Verfügung. Betroffene Systeme sollten priorisiert werden.
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