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Zusammenfassung
CVE-2026-80619 beschreibt eine Use-After-Free (UAF) Schwachstelle im Linux Kernel innerhalb der AppArmor Security Module Komponente. Die Funktion aa_replace_profiles() greift auf die Variable udata->size zu, nachdem die Referenz durch aa_put_loaddata(udata) freigegeben wurde. Dies führt zu einem Speicherzugriff auf bereits deallozierten Speicher.
Betroffene Systeme
Die Schwachstelle betrifft verschiedene Linux-Distributionen, die AppArmor als Mandatory Access Control (MAC) Framework verwenden. Besonders gefährdet sind Systeme mit aktiviertem AppArmor und älteren Kernel-Versionen ohne Security Patches.
Technische Details
Angriffsvektor: Local
CVSS Score: 7.8 (High)
Komplexität: Niedrig
Der Fehler tritt in der Profilanpassungs-Routine auf. Nach dem Aufruf von aa_put_loaddata(udata) wird die Speicherreferenz auf das loaddata-Objekt dekrementiert. Folgende Zugriffe auf udata->size operieren dann auf möglicherweise bereits freigegebenem Speicher. Ein lokaler Angreifer könnte diesen Zustand ausnutzen, um Speichercorruption oder Denial-of-Service zu verursachen.
Root Cause: Fehlerhaftes Reference Counting und unzureichende Validierung nach Speicherfreigabe.
Empfohlene Massnahmen
- Sofortig: Kernel-Updates auf gepatchte Versionen einspielen
- Monitoring: Lokale Privilegienerweiterungsversuche überwachen
- Zugriffskontrolle: Lokale Zugriffe auf AppArmor-Funktionen einschränken
- Testing: Kompatibilität der Patches vor Produktivdeployment prüfen
Bewertung
Die Schwachstelle gilt als kritisch für lokal exponierte Systeme. Der Zugriff auf AppArmor-Management-Funktionen erfordert erhöhte Privilegien, was die praktische Angriffswahrscheinlichkeit reduziert. Dennoch sollte die Sicherheitsaktualisierung zügig durchgeführt werden.
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