„`html
Zusammenfassung
CVE-2026-44604 beschreibt eine Command Injection Schwachstelle im rpmuncompress-Utility des RPM-Paketmanagers. Die Vulnerabilität ermöglicht die Ausführung beliebiger Befehle mit den Rechten des Benutzers, der die Extraktion durchführt. Das Risiko entsteht durch unzureichende Input-Validierung bei der Verarbeitung von Archivnamen während der Extraktion in ein Zielverzeichnis.
Betroffene Systeme
Die Schwachstelle betrifft RPM-basierte Distributionen, insbesondere:
- Red Hat Enterprise Linux (RHEL)
- CentOS
- Fedora
- OpenSUSE
- Weitere RPM-kompatible Systeme
Die genauen betroffenen Versionen sind noch nicht vollständig dokumentiert. Aktuell liegt kein offizieller Patch vor.
Technische Details
Das rpmuncompress-Utility extrahiert Archive verschiedener Formate (ZIP, 7z, GEM) in ein spezifiziertes Zielverzeichnis. Der kritische Fehler liegt in der Shell-Command-Konstruktion: Der Name des Top-Level-Ordners des Archivs wird direkt in einen Shell-Befehl eingefĂĽgt, ohne vorherige Sanitization.
Angriffsszenario: Ein Angreifer erstellt ein manipuliertes Archiv, dessen oberste Ordnerebene Shell-Metazeichen (z.B. ;, |, $(), Backticks) im Namen enthält. Beispiel: Ein Archiv mit dem Ordnernamen test$(malicious_command). Bei der Extraktion wird dieser Name unkontrolliert in den Shell-Befehl übernommen und führt zur Ausführung der eingebetteten Befehle.
Angriffsvektor: Local – ein authentifizierter Benutzer mit Zugriff auf RPM-Extraktion kann das Exploit ausführen.
Empfohlene Massnahmen
- Sofortmaßnahme: Einschränkung der RPM-Extraktion auf vertrauenswürdige Archive
- Monitoring: Ăśberwachung von
rpmuncompress-Prozessen auf verdächtige Aktivitäten - Patch-Management: Regelmäßige Überwachung auf verfügbare Sicherheitsupdates
- Benutzerrechte: Minimierung von Extraktionsberechtigungen auf notwendige Benutzer
Bewertung
CVSS-Score: 7.0 (High) | Schweregrad: High
Die Bewertung reflektiert die ernsthafte Auswirkung einer möglichen Codeausführung. Die lokale Beschaffenheit mindert das Risiko gegenüber Remote-Exploits, doch in Produktionsumgebungen mit automatisierten RPM-Verarbeitungsprozessen kann das Risiko erheblich sein.
„`